Wieder da ;-), aber erstmal der Reihe bzw. Sm nach …

Wie ich ja schon in den vorherigen Beiträgen erwähnte, liegen meine Erfahrungen ca. 35 Jahre zurück. Aber die Wiedererweckung begann mit einem Segeltörn auf dem Stettiner Haff unter der Anleitung und dem Verständnis des Anatra-Skippers Lothar.

Die erwartete Unsicherheit war unverkennbar, aber dank des leichten Windes am ersten halben und am zweiten Tag nicht so, dass Lothar um mich keine Angst haben musste. Zuerst ging es von Ueckermuende nach Polen, genauer nach Schwienemünde.

Der Wind langte nur für max. 3 – 4 Knoten.

Es war genau das Segeln, was ich mir gewünscht habe. Viele Fragen musste der arme Lothar beantworten, denn der A-Schein von der Alten Donau in Wien hat wirklich nur noch Anekdotenwert.
Etap 23i „Anatra“ hat ja bereits die lange Reise nach Happaranda geschafft und damit konnte sie mich schon beeindrucken. Alles war in meinen Augen an der Praxis eines langen Törns gemessen. Lothar ist ganz klar ein Verfechter des Weniger ist Mehr bzw. keine Elektronik kann auch nicht kaputtgehen. Will heissen: Back to the basics.
Ich bin da eher der technikverliebte Nerd. Mal sehen, habe mir aber auch vorgenommen diese Technik, wo es möglich ist, abzusichern. Zum Beispiel Kartenplotter durch Seekarten des zu befahrenden Gebietes etc.

Am zweiten Tag sind wir auf die Ostsee raus. Auf Grund des geringen Zeitfensters war dies auf diesen einen Tag begrenzt. Der Wind war uns aber nicht sehr zugetan. Meist wurde er zu großen Teilen durch die vorhandene Strömung ausgebremst.

Wie der Strom aus der Mündung in die Ostsee setzte, erkannte ich erst beim zurückfahren in den Hafen. Da mussten sich ja die Möwen und Kormorane auf den Bojen anschnallen .

Auch der zweite Abend im Gasthafen von Swinoujscie war super, nette polnische Stegnachbarn, die an einer Segelregatta rund Rügen und Usedom teilgenommen hatten und nun auf dem Heimweg waren.

Und unsere Lokalität in der Altstadt, wo man super und günstig essen konnte. Nur die kleine Bude am Hafen, die eigentlich frische Brötchen zu bieten hatte war erst ab 08:00 Uhr geöffnet, was für die meisten Segler mit einem größeren Tagespensum zu spät ist, also morgens per Pedes in die Stadt und einen Bäcker suchen.

Die Rückfahrt nach Ueckermuende bestand aus drei unterschiedlichen Teilen:

– dem Motoren auf der Kaiserfahrt

– dem Suchen nach Wind auf dem ersten Teil des Haffs und

– dem schönen Segeln bei 4 – 5 Knoten und halbem Wind auf der Reststrecke zum Yachthafen Ueckermuende. Hier spürte ich das erste Mal, was es heissen kann, wenn der Wind den Gegenpart spielt. Richtiger Ruderdruck war spürbar und Lothar liess mich das auch ohne Eingriffe spüren.


Danke nochmals für das Vertrauen und die Geduld bei den vielen Fragen. Wir haben uns locker vereinbart, dass es eine Fortsetzung geben wird. Wo, wann und auf welchem Boot haben wir bewusst offen gelassen, da es ja sein kann, dass sich ein Traum erfüllt .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.