Was lange währt wird endlich …

Liebe Mitsegler,

die Reise ist schon einige Zeit her, aber es ist jetzt – glaube ich – die richtige Zeit, um diese triste segellose Zeit mit einem Rückblick auf die Überführung von Lemmer nach Kappeln zu überbrücken.

Ich wünsche euch ein paar entspannte Minuten und vielleicht möchte auch mal jemand die Reise wiederholen. Geht auch in der anderen Richtung, Tiefe max. 140cm, Höhe max. 250cm, alles +/-.

Viel Spaß und Feedback erwünscht.

LG Walter

Kappeln ist erreicht ;-)

Aber beginnen wir mit der Abfahrt aus Otterndorf. Hierzu musste mal wieder die Tide beachtet werden, denn wir mussten ja die Elbe rauf nach Brunsbüttel, zum Eingang des NOK. Also konnten wir erst 1345 raus und über die Barre in die Elbe. Diesmal passte Wind und Tide und es ging mit 7-8 Knoten dahin.

Auf der Elbe mögl. ausserhalb des FW

 

Endlich mal wieder unter Segel
  
Ausfahrt aus der Schleussenkammer Brunsbüttel

Den Abend verbrachten wir im Hafen gleich hinter der Schleuse. Zwar nicht ganz so ruhig, aber wir waren doch ordentlich müde und haben das dauernde Raus und Rein der dicken Pötte glatt verpennt.

 

Ein kleines Containerbeispiel

Am nächsten Morgen brauchten wir nicht so ganz schnell los, da mit meinem 6PS-Helferlein sowieso zwei Tagestrips von Nöten waren und wir uns Rendsburg als erstes Tagesziel auserkoren hatten. Es  waren aber immerhin wieder ca. 70km bis dorthin.

Schwebefähre in Rendsburg

Autobahnbrücke bei Rendsburg

Der zweite NOK-Tag hatte als Ziel die Kieler Förde und hier den Hafen Strande.

Früh ging es los, denn wie lange man vor der Schleuse rumzuckeln muss ist ja nie bekannt ;-(.

Bei uns wurden es 1,5 Stunden mit drei – vier Regenschauern. Na ja, halt Seglerschicksal.

Am besten man hat einen eigenen Kran
Der wurde noch richtig groß

Man durfte ruhig hinter die Dalben fahren

Und hier noch ein paar laufende Bilder:

Die Schleuse in Holtenau zur Kieler Förde ist schon mächtig und das hochkrabbeln zum Zahlen mach den NOK auch ab einem gewissen Alter unpassierbar.

 

Huhu Hinnerk, alles klar da unten?

 

Der Schlag über Strande und am nächsten Morgen nach Schleimünde war kurz bzw. nass.

 

Sperrgebiet vor Schleimünde
  
In neuem Farbkleid 😉
  
Ancker-Yachting – wie immer top Service

Habe inzwischen per Bahn und Buss mein Womo aus Lemmer hier her transferiert. Ab morgen beginnt das Putzen, Säubern, Ausräumen und Verpacken und am Montag wird gekrant. Dann steht Jule wohlverpackt unter ihrer Folie im Winterschlaf bis zum Frühjahr 2016 hier in Kappeln.

Auch darüber werde ich pflichtgemäß berichten ;-).

LG Walter

Ich freue mich auf morgen und alles, was ich noch nicht kenne 😉 Walter aka mirror (written w/h iPhone6)   
   

Jule ist wieder ein Segelboot

Ja ihr werdet es nicht glauben, aber Jule ist zurück unter den Seglern.

 

Mast vor dem Stellen
  
Spinnackerbaum abspannen
  
und jetzt nur noch hoch damit 😉
 
Die Bilder des fertigen Zustandes fielen leider dem Regen zum Opfer und werden nachgereicht.

Die Schleusung raus nach Otterndorf mit Fahrt durch den Tunnel hat schon Seltenheitscharakter.

   

   

   
Überhaupt war mE der Abschnitt Geeste und Hadelnerkanal der interessanteste Abschnitt der Kanalreise. Die Geeste hoch hatte was von „Apokalypse Now“, in der Mitte ein etwas breiterer Priel und stb und bb Schlammwände von erheblichen Ausmassen.

   
   
Und dann der Hadelnerkanal mit seinen 2,70m Durchfahrten zum Schluß, wo wir mit unserer Höhe von 2,50+ schon mal kurz den Atem anhielten. Aber passte wie geplant.

Jetzt wird morgen Mittag mit passender Tide die Elbe gequert und gleich hinter der Brunsbüttelner Schleuse im Sportboothafen genächtig, nach vorherigem Verproviantieren bei fussläufigen Edeka. Alles bereits per Navigon ausgekundschaftet. Dann noch zwei Tage NOK bis Kiel und die Ostee hat mich wieder ;-).

LG Walter

Ich freue mich auf morgen und alles, was ich noch nicht kenne 😉 Walter aka mirror (written w/h iPhone6) 
 

Bremerhaven, eine kleine Auszeit

Den Küstenkanal und die folgende Hunte haben wir in zwei Tagen bewältigt, mit einem Zwischenstop vor und in Oldenburg.

Der erste Tag, ein Sonntag endete vor der Oldenburger Schleuse, denn diese wird Sonntags nur bis 1200 betrieben. Also nächtigten wir kurz davor und verholten am folgenden Montag in den Stadthafen.

 

Oldenburger Schleuse
  
Stadthafen Oldenburg
  
Schaukasten mit Hilfestellungen
  
Die Hunte wurde so kein Problem

Auf der Hunte waren unerwartet viele dicke Binnenpötte und sogar ein Kümo unterwegs, der über Funk alles in die Auswegstellen schickte, wegen seines Tiefganges.

Elsfleth Hafenbereich

 

Brake querab

Die restliche Weserstrecke war mit der passenden Tide und ohne Gegenwind nicht das Problem. An der Gesteeinfahrt vorbei liefen wir die Schleuse in den neuen Hafen an und schleusten dort ein.


Hier bleibe ich und Jule alleine bis Dienstag. Ich muß mit ordentlich Power vom Arzt meinen Bronchialkarthar ausschwemmen und Hinnerk hat „Aussentermine“.

Aber am Dienstag geht es weiter nach Otterndorf etc.

LG Walter

Ich freue mich auf morgen und alles, was ich noch nicht kenne 😉 Walter aka mirror (written w/h iPhone6)

Delfzijl und die ruppige Ems

Nach der Ankunft in Delzijl haben wir natürlich wieder die Wind- und Wetterpropheten befragt, die Antwort war wie folgt:

   
   
Die Bilder sind selbsterklärend und somit war das Thema Aussenrum endgültig vom Tisch.

Bei den Überlegungen, wie legen wir den Mast und muss Kuchenbude sein etc. kam es zur zitierten Frage von Hinnerk: „Hast Du eine Holzsäge an Bord? Brauchst Du doch für Lagerfeuerholz 😉 !“ Hatte ich natürlich nicht, Ostseesegler grillen im Cobb ;-).

Aber eine Holzsäge kommt doch demnächst an Bord. Wie auch dieser Törn mir wieder eine Menge Anregungen aus Meisterhand ( und dafür hier schon mal ein dickes Danke ! ) brachte.

Kurz und bündig: Mast legen ohne Mastkran und vorher längeres Doppelbrett achtern zur Auflage des Mast bei stehender Kuchenbude.

1,3 km bis zum Baumarkt und dort gleich sägen lassen und am Bord alles schrauben und fixieren dauerte mehrere Stunden und wir waren 10 Minuten vor dem Regen fertig.

Aktion beendet, Kanalfahrten können kommen

Blick durch die Spayhood
  
ausgetauschte Auflage achtern
Am nächsten Morgen mit passender Tide ging es auf die Ems raus. Gleich an Steuerbord lag das Borkumriff-Feuerschiff auf Rede. Wenn man das  nach „Innen“ holt, ist es draußen wohl nicht sehr behaglich.

Auch uns bremste der Wind die gesamte Fahrtstrecke erheblich, dauernd nur auf die Nase und wir mußten unser Tagesziel Einfahrt Küstenkanal streichen, sogar Papenburg wurde gestrichen und wir liefen Weener an.

 

Beispiel unserer Karte für die Kanalfahrt

Hier bekam unser Motorschlitten am nächsten Morgen eine Spezialkur, denn von den 4 Gleitrollen hatten sich die beiden unteren (die Erste vor Vlieland, die Zweite auf der Ems) verabschiedet. Ersetzt durch passende Holzstücke sitzt unser kleiner Helfer nun wieder fest. Hochfahren wird aber unterlassen. 

Der letzte Teil der Ems war dann mit passender Tide und mal fast ohne Gegenwind ein schöne und schnelle Fahrt und gleich nach der Schleuse Herbum war für heute Schluß. 

 

Schleuße Herbum, Tide adé
  
Karte mit GPS-Schiff
 

 

Anleger mit nichts, EFOY olé

LG Walter

Ich freue mich auf morgen und alles, was ich noch nicht kenne 😉 Walter aka mirror (written w/h iPhone6)  
 

 

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