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Was lange währt wird endlich …

Liebe Mitsegler,

die Reise ist schon einige Zeit her, aber es ist jetzt – glaube ich – die richtige Zeit, um diese triste segellose Zeit mit einem Rückblick auf die Überführung von Lemmer nach Kappeln zu überbrücken.

Ich wünsche euch ein paar entspannte Minuten und vielleicht möchte auch mal jemand die Reise wiederholen. Geht auch in der anderen Richtung, Tiefe max. 140cm, Höhe max. 250cm, alles +/-.

Viel Spaß und Feedback erwünscht.

LG Walter

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Video-Link: https://youtu.be/MjyMx21Y9DU

Kappeln ist erreicht ;-)

Aber beginnen wir mit der Abfahrt aus Otterndorf. Hierzu musste mal wieder die Tide beachtet werden, denn wir mussten ja die Elbe rauf nach Brunsbüttel, zum Eingang des NOK. Also konnten wir erst 1345 raus und über die Barre in die Elbe. Diesmal passte Wind und Tide und es ging mit 7-8 Knoten dahin.

Auf der Elbe mögl. ausserhalb des FW

 

Endlich mal wieder unter Segel
  
Ausfahrt aus der Schleussenkammer Brunsbüttel

Den Abend verbrachten wir im Hafen gleich hinter der Schleuse. Zwar nicht ganz so ruhig, aber wir waren doch ordentlich müde und haben das dauernde Raus und Rein der dicken Pötte glatt verpennt.

 

Ein kleines Containerbeispiel

Am nächsten Morgen brauchten wir nicht so ganz schnell los, da mit meinem 6PS-Helferlein sowieso zwei Tagestrips von Nöten waren und wir uns Rendsburg als erstes Tagesziel auserkoren hatten. Es  waren aber immerhin wieder ca. 70km bis dorthin.

Schwebefähre in Rendsburg

Autobahnbrücke bei Rendsburg

Der zweite NOK-Tag hatte als Ziel die Kieler Förde und hier den Hafen Strande.

Früh ging es los, denn wie lange man vor der Schleuse rumzuckeln muss ist ja nie bekannt ;-(.

Bei uns wurden es 1,5 Stunden mit drei – vier Regenschauern. Na ja, halt Seglerschicksal.

Am besten man hat einen eigenen Kran
Der wurde noch richtig groß

Man durfte ruhig hinter die Dalben fahren

Und hier noch ein paar laufende Bilder:

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Video-Link: http://youtu.be/qpqbAj-6NTA
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Video-Link: http://youtu.be/-vE_kliptoI

Die Schleuse in Holtenau zur Kieler Förde ist schon mächtig und das hochkrabbeln zum Zahlen mach den NOK auch ab einem gewissen Alter unpassierbar.

 

Huhu Hinnerk, alles klar da unten?

 

Der Schlag über Strande und am nächsten Morgen nach Schleimünde war kurz bzw. nass.

 

Sperrgebiet vor Schleimünde
  
In neuem Farbkleid 😉
  
Ancker-Yachting – wie immer top Service

Habe inzwischen per Bahn und Buss mein Womo aus Lemmer hier her transferiert. Ab morgen beginnt das Putzen, Säubern, Ausräumen und Verpacken und am Montag wird gekrant. Dann steht Jule wohlverpackt unter ihrer Folie im Winterschlaf bis zum Frühjahr 2016 hier in Kappeln.

Auch darüber werde ich pflichtgemäß berichten ;-).

LG Walter

Ich freue mich auf morgen und alles, was ich noch nicht kenne 😉 Walter aka mirror (written w/h iPhone6)   
   

Jule ist wieder ein Segelboot

Ja ihr werdet es nicht glauben, aber Jule ist zurück unter den Seglern.

 

Mast vor dem Stellen
  
Spinnackerbaum abspannen
  
und jetzt nur noch hoch damit 😉
 
Die Bilder des fertigen Zustandes fielen leider dem Regen zum Opfer und werden nachgereicht.

Die Schleusung raus nach Otterndorf mit Fahrt durch den Tunnel hat schon Seltenheitscharakter.

   

   

   
Überhaupt war mE der Abschnitt Geeste und Hadelnerkanal der interessanteste Abschnitt der Kanalreise. Die Geeste hoch hatte was von „Apokalypse Now“, in der Mitte ein etwas breiterer Priel und stb und bb Schlammwände von erheblichen Ausmassen.

   
   
Und dann der Hadelnerkanal mit seinen 2,70m Durchfahrten zum Schluß, wo wir mit unserer Höhe von 2,50+ schon mal kurz den Atem anhielten. Aber passte wie geplant.

Jetzt wird morgen Mittag mit passender Tide die Elbe gequert und gleich hinter der Brunsbüttelner Schleuse im Sportboothafen genächtig, nach vorherigem Verproviantieren bei fussläufigen Edeka. Alles bereits per Navigon ausgekundschaftet. Dann noch zwei Tage NOK bis Kiel und die Ostee hat mich wieder ;-).

LG Walter

Ich freue mich auf morgen und alles, was ich noch nicht kenne 😉 Walter aka mirror (written w/h iPhone6) 
 

Bremerhaven, eine kleine Auszeit

Den Küstenkanal und die folgende Hunte haben wir in zwei Tagen bewältigt, mit einem Zwischenstop vor und in Oldenburg.

Der erste Tag, ein Sonntag endete vor der Oldenburger Schleuse, denn diese wird Sonntags nur bis 1200 betrieben. Also nächtigten wir kurz davor und verholten am folgenden Montag in den Stadthafen.

 

Oldenburger Schleuse
  
Stadthafen Oldenburg
  
Schaukasten mit Hilfestellungen
  
Die Hunte wurde so kein Problem

Auf der Hunte waren unerwartet viele dicke Binnenpötte und sogar ein Kümo unterwegs, der über Funk alles in die Auswegstellen schickte, wegen seines Tiefganges.

Elsfleth Hafenbereich

 

Brake querab

Die restliche Weserstrecke war mit der passenden Tide und ohne Gegenwind nicht das Problem. An der Gesteeinfahrt vorbei liefen wir die Schleuse in den neuen Hafen an und schleusten dort ein.

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Video-Link: http://youtu.be/uJDr9R_SwYg

Hier bleibe ich und Jule alleine bis Dienstag. Ich muß mit ordentlich Power vom Arzt meinen Bronchialkarthar ausschwemmen und Hinnerk hat „Aussentermine“.

Aber am Dienstag geht es weiter nach Otterndorf etc.

LG Walter

Ich freue mich auf morgen und alles, was ich noch nicht kenne 😉 Walter aka mirror (written w/h iPhone6)

Delfzijl und die ruppige Ems

Nach der Ankunft in Delzijl haben wir natürlich wieder die Wind- und Wetterpropheten befragt, die Antwort war wie folgt:

   
   
Die Bilder sind selbsterklärend und somit war das Thema Aussenrum endgültig vom Tisch.

Bei den Überlegungen, wie legen wir den Mast und muss Kuchenbude sein etc. kam es zur zitierten Frage von Hinnerk: „Hast Du eine Holzsäge an Bord? Brauchst Du doch für Lagerfeuerholz 😉 !“ Hatte ich natürlich nicht, Ostseesegler grillen im Cobb ;-).

Aber eine Holzsäge kommt doch demnächst an Bord. Wie auch dieser Törn mir wieder eine Menge Anregungen aus Meisterhand ( und dafür hier schon mal ein dickes Danke ! ) brachte.

Kurz und bündig: Mast legen ohne Mastkran und vorher längeres Doppelbrett achtern zur Auflage des Mast bei stehender Kuchenbude.

1,3 km bis zum Baumarkt und dort gleich sägen lassen und am Bord alles schrauben und fixieren dauerte mehrere Stunden und wir waren 10 Minuten vor dem Regen fertig.

Aktion beendet, Kanalfahrten können kommen

Blick durch die Spayhood
  
ausgetauschte Auflage achtern
Am nächsten Morgen mit passender Tide ging es auf die Ems raus. Gleich an Steuerbord lag das Borkumriff-Feuerschiff auf Rede. Wenn man das  nach „Innen“ holt, ist es draußen wohl nicht sehr behaglich.

Auch uns bremste der Wind die gesamte Fahrtstrecke erheblich, dauernd nur auf die Nase und wir mußten unser Tagesziel Einfahrt Küstenkanal streichen, sogar Papenburg wurde gestrichen und wir liefen Weener an.

 

Beispiel unserer Karte für die Kanalfahrt

Hier bekam unser Motorschlitten am nächsten Morgen eine Spezialkur, denn von den 4 Gleitrollen hatten sich die beiden unteren (die Erste vor Vlieland, die Zweite auf der Ems) verabschiedet. Ersetzt durch passende Holzstücke sitzt unser kleiner Helfer nun wieder fest. Hochfahren wird aber unterlassen. 

Der letzte Teil der Ems war dann mit passender Tide und mal fast ohne Gegenwind ein schöne und schnelle Fahrt und gleich nach der Schleuse Herbum war für heute Schluß. 

 

Schleuße Herbum, Tide adé
  
Karte mit GPS-Schiff
 

 

Anleger mit nichts, EFOY olé

LG Walter

Ich freue mich auf morgen und alles, was ich noch nicht kenne 😉 Walter aka mirror (written w/h iPhone6)  
 

 

Hast Du eine Säge an Bord?

Diese Frage kam in Delfzijl hoch, aber alles zu seiner Zeit ;-).

In Zoutkamp mussten wir Jule noch zweimal per Leine verlegen, bis wir Wasser und Strom passend hatten und den Regentag gut unter der Kuchenbude abwettern konnten.

Am nächsten Tag schafften wir es bis kurz vor Groningen in einen schönen Hafen. Das freie Wlan war aber wie meist viel zu lahm bzw. brach immer wieder weg.

Reitddiephaven kurz vor Groningen

Morgens um 0900 wurde die erste Gruppe aus dem Hafen per Brückenöffnung entlassen, wir schaffte die zweite Öffnung und das war gut, denn so konnten wir die zig Brücken in Groningen bis kurz vor 1300 schaffen.

Die ersten Brücken durch die Altstadt wurden wir quasi von einem zum anderen Brückenwart durchgereicht. Bei der letzten dieser Brücken wollte ich zuerst einem anderen Arm folgen, doch der Pfiff des Brückenwärters ließ mich zusammenzucken und gehorchen ;-).

Durch den nicht ganz so schönen Neustadtteil begleitete uns der Brückenwart bei 4 oder 5 Brücken per Fahrrad. Um seinen Ablauf einhalten zu können wurde er auch sehr resolut, als Fahrradfahrer immer noch schnell rüber wollten.

 

Letzte Brücke von Groningen

An dieser Brücke, schon ausserhalb von Groningen mussten wir ohne ersichtlichen Grund 25 Minuten Kreise drehen, grmpff.
Da ging es nur noch gerade aus bis nach Delfzijl. Große Schubverbände und seltsame Gefährte begegneten uns.

der Mastkran ist nun doch zu groß

Ach so, wegen der Säge, gib es im nächsten Beitrag 😉

LG Walter

Ich freue mich auf morgen und alles, was ich noch nicht kenne 😉 Walter aka mirror (written w/h iPhone6) 

Alternativen müssen …

nicht schlechter sein, manchmal nur anders.

Spätestens nach dem Erreichen des Stadthafens von Leuuwarden war der „Katzenjammer“ um die nicht umsetzbare Aussenrumroute verflogen und wir freuten uns über die noch kommenden Eindrücke und die etwas andere Segelreise.

 

Ausfahrt aus dem Zentralkanal
  
Manche Bauten laden zum Verweilen

Auf dem Weg nach Groningen waren noch einige Brückenpassagen zu überstehen oder vor Einigen war das Warten unergründlich lange. Aber insgesamt war es, wenn man sich entschleunigt hatte, vertretbar.  Beim Warten konnte man halt schon mal die Mühle festhalten.

 

Auf halbem Weg nach Zoutkamp

Eigentlich wollte wir bis Groningen kommen, aber Wollen und Brückenöffnungen passen nicht immer zusammen. Auch musten wir nochmal den unteren Teil des Lauwersooger Meeres durchfahren und das zog sich doch erheblich hin.

Schottische Steaks kurz vor Zoutkamp

Nach passieren der letzten Brücke in Zoutkamp gleich stb in den Binnenhafen. Sofort bei der Einfahrt ein „Anschiss“: Flagge am Achterstag (Einser) runter, ihr seit zu Zweit ;-). Erwischt, ich hatte noch meinen Einhandausweis oben.

Zoutkamp Binnen

Wir blieben gleich noch einen Tag, denn es war angekündigt und es wurde
am nächsten Tag
eine Menge Regen.

LG Walter

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Zurück ist besser, wenn weiter …

ein zu großes Risiko gewesen wäre.

Am nächsten Morgen, passend mit der ersten Tide, die uns über Kornwerderzand nach Harlingen über das Fahrwasser des Boontjes brachte, wollten wir den Sprung nach Helgoland wagen.  

 

Schleuse Kornwerderzand

Mit uns verließen auch einige Plattbodenschiffe das IJsselmeer mit ihrem Tagesgästen, denn schließlich bieten sich die Inseln im Wattenmeer für einen verlängerten Wochenendetörn geradezu an.
Ab Harlingen hatten wir den Wind günstigstenfalls sehr spitz von vorn oder gar gegenan. Unser kleiner Helfer am Heck war konstant gefordert, da wir ja die Tide bestmöglichst nutzen mussten, um überhaupt zeitig am Gatt bei Vlieland anzukommen.

Als wir weit hinter der geplante Zeit und nur noch mit SOG 1,5-2,0 endlich an Vlieland vorbeischlichen zogen wir in Höhe von Tonne Sm 1 – Zs 10 die Reissleine und liefen zurück nach Vlieland. 

 

Vlieland, fest am Steg

Den Abend verbrachten wir mit „was wäre wenn“-Hochrechnungen, einem tollen Burger/Pommes-Mahl und dem Lauschen des Windpfeifens in den Masten. Der Sechser war auch im Hafen anwesend.

Um 0515 klingelte brutal der gestellte Wecker und der vereinbarte Check der Wetterdaten begann aufs Neue. Aber das Fenster war zu risikobehaftet, ein Schlag nach Borkum hätte es werden müssen (Ankunft nach Mitternacht)und dann war ein Ostwindtag, mit Wind auf die Nase, also Hafentag, angesagt. Weiterfahrt nach Helgoland ungewiss. Der „Kriegsrat“ tagte kurz, aber mit Erfolg und wir traten die Rückreise nach Harlingen an, mit dem Ziel die Staande Mastroute zu nehmen.

Bis Delfzijl also Kanäle und dann wieder das Wetterorakel der diversen Anbieter durchhächeln.

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Video-Link: http://youtu.be/1kJAu6zZJPs

Rückfahrt nach Harlingen

 

erste Kanalkilometer
  
auch hier waren es noch 20+ Kts
  
Liegeplatz mitten in Leuuwarden
 

LG Walter 

Ich freue mich auf morgen und alles, was ich noch nicht kenne 😉 Walter aka mirror (written w/h iPhone6)  
 

Planen darf man ja mal ;-)

Als wir beide (Hinnerk und ich) – im Womo sitzend –  die Strecke Fürth nach Lemmer abzockelten war der Plan ganz einfach: Bei Terschelling durchs Gatt und dann ein direkter Schlag nach Helgoland und weiter über Eider/NOK und dann Kiel nach Kappeln.

  
Plan / Ist unseres Törn, zZ noch in Bremerhafen (Danke an Hinnerk für die Karte)

Aber die Götter des Wassers und des Windes haben es anders gesehen, die Details in mehreren losen Folgen wie folgt:

Am Donnerstag, 27.8. brachen wir aus Lemmer auf mit Ziel Makkum, um dann über Kornwerdersand nach Harlingen und durch Gatt bei Vlieland raus zu können.

Bereits der Anlauf nach Makkum war äußerst naß und nur mit Motorunterstützung in akzeptabler Zeit zu schaffen. Der Wind kam aus westlichen Richtungen in Böen bis 6+ und Regen nicht zu knapp, bis zur Wendetonne hoch nach Makkum.

Ab da war der Wind achterlich, der Regen wech und Jule konnte mit aufgefiertem Groß sogar ein wenig Wellensurfen ( über 9Kts im Surf ).

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Video-Link: http://youtu.be/UcB8o3Eb57E

Ich wähle hier den direkten YouTube-Link um nicht an die max. 20 MB gebunden zu sein.

Am Abend in Makkum wurde der erste Törntag mit einem kurzen Einkauf, Duschen und Selbstgebruzeltem abgeschlossen.

 

Liegeplatz Makkum
  
   

Morgenblick 😉

LG Walter

Ich freue mich auf morgen und alles, was ich noch nicht kenne 😉 Walter aka mirror (written w/h iPhone6)