Anholt bevor die Anderen alle kommen :-)

Hallo liebe Mitsegler,

wir fühlen uns bedrängt großes Grinsen
Hier Anholt sind ausser der Flottille noch acht bis zwölf Schiffe im Hafen, dass ist Rekord auf unserer Reise. Aber wir können uns die Hauptsaison hier mit bis zu 600 Booten im Hafen ( Laut Kioskchefe ) einfach nicht vorstellen. Gestern beim Inselrundgang incl. Einkauf im mainstore begegneten uns vier Autos und ein rasender Traktor und zwei Fahrräder mit Dackelfrontbesetzung im Korb und noch vier Fußgänger.
Werden heute noch hier bleiben und hoffen morgen mal auf einen achterlichen Wind für den Sprung nach Grena.
Immer Höhe kneifen und das bei Welle macht einfach keinen richtigen Spaß.



Schöne Grüße
Walter und Lothar













Wenn es immer nur den Wind von vorne gibt ….

…….dann hat die Flottillenleitung mit Zustimmung der Restmannschaft beschlossen: Oslo wird es ein anderes Mal !!

Nach eineinhalb Wochen gegenan ohne wirklich Strecke mache zu können wurde nach der letzten Knüppelei nach Gottskär ( ca. 40 NM vor Göteborg ) beschlossen, dass der Wind ab jetzt die Ziele vorgibt. Und wir werden nach Dänemark ablaufen und uns die dort unbekannten Flecken erarbeiten.
Heute sind wir nach Varberg zurückgelaufen, mal mit achterlichen Winden und ordentlich Welle, aber so ist das einfach bequemer und macht eine Menge mehr Spaß.
Aber wir werden auch nach dieser Änderung weiter berichten, wie es uns ergeht: Die Bilder sprechen für sich rotes Gesicht
Das Leinenwirrwarr auf dem Vorschiff ist die Vorbereitung eines Einhandneulings auf das Anlegen traurig
Bis die Tage, es grüßen
Walter (mirror) und Lothar (Anatra)












Ok, das mit dem Wetter hat sich relativiert….

Hallo liebe Wissende und Interessierte,


jetzt hat auch endlich der Sommer in West scheden Einzug gehalten…. und während ich das schreibe regnet es wieder, aber im Schiff haben ich 24 Grad, also es passt.
Sind jetzt in Varberg angekommen und zu Stauen aller beider Beteiligter im Zeitplan für Oslo. Ob es letztendlich bis dort hin reicht werden wir sehen. Der Wind ist zur Zeit nicht unser Partner. Aber es macht unendlich Freude diese Region zu ersegeln.
Ich persönlich habe das Gefühl jeder Tag eröffnet neue Erkenntnisse, und das nicht einzeln sondern Kübelweise. Und meine Fottllienadmiralität fröhlich fordert mich täglich ( Danke Lothar).
Ob es die Diskussion über Storm und deren einfache Erkennung ist oder die Diskussion über Hilfsmittel zum Einhand Ab- oder Anlegen ist.
Und die Landschaft und die Menschen lohnen so einem Trip erst recht.
So nun noch ein paar Fotos. Hatten heute fast ein Dejavue im Nebel. Lothar von steuerbord ohne Vorwarnung.
Aber so ist halt das Leben.
Eine ganze Menge tolle Momente.
Ich schreibe hier immer ein wenig Aktuelles, aber der finale Bericht von Lothar wird
wohl folgen.
Guten Abend
Walter














Die Flotte kommt voran ;-)

Hallo miteinander,

also jetzt mal Futter bei die Fische oder so, wer ist denn für dieses Wetter zuständig. Heute mal der erste Abend seit Kappeln, der ein offenes Schott am Niedergang zulässt. Also dieser Frühling/Sommeranfang ist ja wohl das letzte.
Aber unsere Tour ist ein voller Erfolg, auch besonders für den Neuling, der durch den Leiter der Flottille immer wieder mit neuem versorgt wird.
Sind jetzt in Höganäs angekommen und werden morgen weiter in Richtung Göteborg aufbrechen.
Jeder Tag ist für mich mit irre vielen neuen Eindrücken und Herausforderungen gespickt. Mir ist das Weiterkommen nicht ganz so wichtig, weil jeder Tag eine Reihe von neuen Erkenntnissen bringt. Aber der Admiral will weiter und dann hat die Mannschaft zu kuschen 😉
Werden wieder berichten.
Ps: Zwischen den Fähren zwischen Helsingör und Helsingborg wird DU glatt zermahlen wenn du nicht vollgas gibst. Augen rollen
Bist zum nächsten WLAN
Eure beiden mit dem 45er










45 Fuß fertiggestellt

Hallo liebe Daheimgebliebene,

wie oben erwähnt ist unser 45-Füßler jetzt in Klintholm komplettiert worden nachdem Lothar nach einer teilweise ruppigen Anfahrt eingetroffen ist.
In der dänischen Südsee herrschen zZ noch arktische Temperaturen und es kübelt zZ wie aus Eimern. Liegen jetzt in Rodvig und wollen morgen weiter nach Kopenhagen. Werde mich wohl gleich zum Aufbau der Kuchenbude aufraffen, wenn der Regen mal zehn Minuten Pause macht.
Aber wir haben ja noch ordentlich Zeit, um die kommende Wetterbesserung abzuwarten. Zunge raus
Ein nicht so hoher Freibord erleichtert dem Kontakt zu den Einheimischen (Schwanenbild fröhlich ).
Auf dem Weg nach Rodvig hat uns eine Mückeninvasion heimgesorgt. Die wäscht jetzt GsD der Regen ab.
Ich hoffe, dass in Zukunft das WLAN häufiger mit uns ist als bisher.
LG Walter












Bis in die „Südsee“ sind wir schon mal gekommen ;-)

Liebe Wissende,
um mal den Forenmitgliedern zu danken, die mir in den vergangenen Wochen die eine oder auch andere Frage beantwortet haben, hier der Situationbericht meiner Anreise nach Klintholm:
Nach Wasserung bei Ancker in Kappeln haben wir die Schlei zum Einleben genutzt. Henning nicht getroffen, lebt noch an Land, dafür haben uns Kurt und Rosi und Anja freundlich in ihrem Bulli bewirtet und wieder gezeigt, was für eine tolle Gemeinschaft dieses Forum ist.
Danach sind wir nach Aeroskobing, dann weiter nach Daggeloke und schließlich über Omo nach Femo. Einfach super dieser Teil der Erde und das Wetter ist zwar noch sehr frisch, aber das kann man durch passende Kleidung ausgleichen.
Morgen früh geht es weiter nach Vordingborg, dann nach Hesnaes und dann zum Treffen mit Lothar nach Klintholm.
Bisher keine großen Blessuren auch einem zerdeppertem Glas der Zweifarbenleuchte im Bugkorb. 😉
Waren heute zur Feier auf Femo im Lokal Kro essen, wer hierher kommt, geht die zwei KM und geniesst es.
Anbei noch ein paar Fotos.
LG












SF-Stander in Arnis gesetzt ;-)

haben heute die erste Schleitour hinter uns gebracht ;-). Zwar per AB, aber immer hin.

Haben uns von Kappeln erst mal Richtung Maasholm bewegt, um die Zeit bis zur Brückenöffnung in
Kappeln zu überbrücken und sind dann in den WSG Arnis eingelaufen, um
Henning, besser bekannt als Svenske Tiger, zu besuchen.
Und ???? Box leer, noch im Winterschlaf großes Grinsen
Hab per PN gemeckert rotes Gesicht
Na gut, vielleicht können wir ja Kurt (Tramp) in Schleswig treffen, bevor wir die Schlei wieder raus fahren und
in der dänische Südsee verschwinden.
Treffen mit Lothar in Klintholm auf Moen ist für den 11. Mai geplant. cool
Noch ein paar Bilder wie alles gestartet ist.
Gruß vom Franken im Norden
Walter












Kappeln ist der Beginn der Reise

Die hinteren 22Fuß haben die Startbasis in Kappeln erreicht. Der Aussenborder
wurde bei Kiesow angepasst ( Remote montiert etc) und für die Pantry noch
der erforderliche Borddurchlass gemacht und mit der Pantry verbunden.
Heute wird bei Ancker gekrant und der Mast gestellt. Wenn ich heute abend
WLAN habe, gibt es sicher ein paar Bilder.



Hallo miteinander,
wie versprochen anbei ein paar Vorortfotos vom Kranen. Während des anschließenden Mastvorbereitens hat es doch tatsächlich wieder geschneit, zwar nur Wasserschnee, aber um ordentlich durchnässt und durchgefroren zu sein, hat es voll gelangt. Siche nun in der warmen Kajüte und geniesse den wohlverdienten Rotwein.
Bis demnächst bei hoffentlich schönerem Wetter,
der Franke im Norden.












Grosse Schatten werfen ihre Pläne voraus

„Gastbeitrag von Lothar 😉 “ :

Hallo ihr Stegsegler,
wir, das sind Walter und Lothar (mit Segel-Forums-bürgerlichem Namen Mirror und Anatra), wollten euch schon frühzeitig unsere Pläne für 2010 offenbaren.

Es soll von der Schlei (mirror) und von Ueckermünde (anatra) nach Oslo und zurück gehen.
Diesmal soll es eine Flottillenfahrt werden. Auf insgesamt 45 Fuss (verteilt auf zwei Schiffe) werden wir sowohl Skagerrak als auch Kattegatt erobern und die Christianisierung der westlichen Ostsee entscheidend voranbringen.

Als erstes Bild ist der Plan eingezeichnet.
Den zeigen wir euch, falls ihr noch sachdienliche Hinweise zu interessanten Häfen oder allgemeine Fahrhinweise habt. Dann immer her damit.

Darunter findet ihr noch Bilder der beiden stolzen Schiffe. Diese Bilder sind insoweit wichtig, dass wir euch bitten müssen, beim Herannahen dieser Flotte scharf die rechte Seite des Fahrwassers anzuhalten, da wir es eilig haben und das Gedümpel der kleinen Schiffe ist für uns doch sehr lästig, da wir mit 45 Fuss eine deutlich höhere Rumpfgeschwindigkeit erreichen. Noch besser wäre es aber, wenn wir den Einen oder Anderen im Hafen treffen und ein gemeinsames Anlegebiermanöver zur Durchführung gelangen lassen könnten.

Reisezeitraum soll Mai und Juni sein.
Soweit von uns, jetzt sind wir auf eure freundlichen Kommentare gespannt.

Viele Grüße und immer eine handbreit Bier unterm Schaum von Walter und Lothar
Anatra hat folgendes Bild angehängt:










Kihnu und Ruhnu, Inseln für die Seele


Lange ist es her, dass ich hier etwas geschrieben habe. Ausreden für diese Schreibfaulheit gibt es genügend, aber die Wichtigste war der Erwerb eines eigenen Bootes, einer Friendship 22 Baujahr 1982. Damit war plötzlich die Zeit sehr knapp, man kann ruhig sagen, sie war ausgebucht. Jetzt steht Snoopy im Winterlager, hoch und trocken und ich treffe eine Menge Vorbereitungen für die Saison 2010. Doch zuerst wird hier wieder weitergeschrieben, um die Reise abzuschließen und dann über das neue eigene Boot berichten zu können.
Die Fahrt nach Kihnu startete – wie schon langsam usus – nach einem ausgiebigen Frühstück und Studium der Papierlage erst am Mittag. Damit war wieder eine Ankunft im Dunkeln gesichert.
Die Ansteuerung des Hafens von Kihnu war etwas verzwickt, da es vor kurzem erst eine Verlegung der Ansteuerungstonne gegeben hatte. Diese war in meiner Navionics Karte fürs iPhone schon enthalten, jedoch auf der in Tallinn gekauften Papierkarte noch als händisch geänderter Nachtrag. Aber alles war i.O., denn durch diese Änderung der Ansteuerung wurde ein knapp unter der Wasseroberfläche liegender Felsen im Vorfeld des Hafens sauber umschifft.Ich hatte wieder alles schön im iPhone mit Wegpunkten geplant und das machte es mir wesentlich einfacher die Fahrt zu verfolgen.
Kihnu, wir liefen um 22:30 Uhr in den Hafen ein. Ausser uns nur noch ein estnisches Boot und sonst empfing uns Stille. Diese Stille und Ruhe begleitete uns auch die nächsten Tage bis zum Auslaufen zur Nachtfahrt nach Riga. Kihnu ist eine Insel, die heute von ca. 700 Menschen ganzjährig bewohnt wird. Wie wir im Inselmuseum sehen konnten, war früher der Robbenfang ein Haupterwerb der Bewohner und die Bilder von Demselben im Winter waren beeindruckend.
Wir erwanderten die Insel in mehreren Stunden, denn die vier Dörfer liegen nah beieinander. Die Hauptstrasse Fährhafen zum Hauptdorf ist geteert, die restlichen Strassen sind ordentliche Sandstrassen. Uns begegneten während des vierstündigen Inselrundganges ca. 6 Autos, eines dreimal ;-) .
Es gibt einen Kaufladen mit dem Notwendigsten. Sonst versorgen sich die Insulaner sicherlich über die Fährverbindung auf dem Festland. Heutiger Haupterwerb ist die Landwirtschaft und verstärkt auch der Tourismus. Wir sahen bereits mehrfach Neubauten oder Umbauten als Ferienwohnungen.
Nach zwei Nächten auf Kihnu ging es weiter hinein in die Rigabucht, zur Insel Ruhnu. Die Überfahrt war eine Dreiwettertaft-Angelegenheit: Wind, Sonne und Flaute mit Fata Morgana-Symtomen.
Wir setzten einen Bullenstander und segelten a la Passatroute über die Rigabucht dem Abend entgegen. Ich fühlte mich einfach nur gut und genoss diese Reise in vollen Zügen.Nach dieser Trägheit, die uns doch zum Diesel greifen ließ kam ein kurzer Regenschauer und dann ein schöner Wind, der uns bis nach Ruhnu brachte.

Passatsegeln in der Rigabucht
In Ruhnu angekommen wurden wir vom Hafenmeister zu unserem Liegeplatz gelotst. Auch die Leinen wurden abgenommen und nachgefragt ob der Landanschluss funktioniert und wie wir Wasser tanken können. Offenes WLAN gibt es unter …. und das Hafen-Restaurant hat geöffnet ab. Boooohhhh, Service ist in. Da mussten wir doch glatt zwei Nächte bleiben und die Fahrräder für den folgenden Tag gleich reservieren.
Das Restaurant zauberte gutes Essen zu estnischen Niedrigpreisen.
Und wieder umarmte uns die Ruhe der Insel als wir am nächsten Morgen mit den Fahrrädern zu unserer Inseltour aufbrachen.

Innenraum der ältesten Holzkirche Estlands von 1644
Ein absolutes Muss für Ruhnubesucher ist die Holzkirche aus 1644. Man kann sie ohne Anmeldung besuchen und sollte sich dort auch mal eine längere Zeit aufhalten. Dann kommt die Zeit von damals zu Besuch und man sieht all die Kleinigkeiten und Inschriften.
Alle Schweden, die ursprünglich ja die Einwohner von Ruhnu waren, sind bei Einmarsch der Russen im Jahr 1944 nach Schweden ausgewandert. Das war das Ende der Jahrhunderte dauernden Schwedenzeit.
Heute leben auf Ruhnu ca. 80 Esten, und nur die dürfen ein Auto bewegen. Touristen müssen per pedes, Fahrrad oder mit dem Ringbus fahren.
Die Ruhe hatte uns wieder. ;-)
Nach zwei Nächten ging es weiter nach Riga und leider war für mich dort das Ende der Reise gekommen.

Zur Werkzeugleiste springen